Blitzeinschlag forderte ein Großaufgebot von Feuerwehren aus dem gesamten Landkreis Nürnberger Land
Durch die ILS Nürnberg wurden die Feuerwehren Altdorf und Winkelhaid, mit dem Stichwort Brand Dachstuhl alarmiert. Als sich die ersten Einsatzkräfte der Feuerwehr Winkelhaid auf dem Weg zur Einsatzstelle machten, konnten sie bereits eine massive Rauchentwicklung wahrnehmen. Beim Eintreffen der ersten Einheiten, drang massiver schwarzer Rauch aus dem 2. Obergeschoss, sowie aus dem Spitzboden. Die Bewohner konnten sich bereits selbständig aus dem Gebäude retten. Durch die Feuerwehr Winkelhaid, wurden zwei Trupps unter schweren Atemschutz in das Gebäude zur Brandbekämpfung geschickt. Die Feuerwehr Altdorf übernahm mit ihrer Drehleiter den Außenangriff. Nach kurzer Zeit mussten sich die zwei Trupps aus den 2. Obergeschoss nach einer Durchzündung zurückziehen. Daraufhin wurden die Feuerwehren Altenthann und Moosbach nachalarmiert. Um die Einsatzstelle besser Strukturieren zu können, wurden insgesamt 4 Einsatzabschnitte gebildet und die UG – ÖEL Nürnberger Land zur Unterstützung alarmiert. Die Einsatzabschnitte gliederten sich in folgende Bereiche. EA 1 Innenangriff, EA 2 Außenangriff Bachstraße, EA 3 Sammelstelle für Atemschutzgeräteträger, EA 4 Außenangriff Jahnstraße. Als die Nachrückenden Einheiten an der Einsatzstelle eingetroffen waren, wurde die Brandbekämpfung von der Rückseite (Jahnstraße) vorgenommen. Zu diesem Zeitpunkt war kein Innenangriff mehr möglich, auf Grund der Hohen Temperaturen in der Brandwohnung. Daraufhin wurde eine zweite Drehleiter für den Außenangriff nachgefordert.
Um die zweite Drehleiter mit Löschwasserzuspeisen, musste von der Hauptstraße eine Förderleitung zur Brandstelle aufgebaut werden. Hierfür wurden die Feuerwehren Ungelstetten und Grünsberg alarmiert. Durch die Komplexität der Dachkonstruktion, entschloss man sich, die Dach- und Deckenkonstruktion von innen und außen zu öffnen, um besser an die Brandherde heranzukommen. Damit man diese Arbeiten durchführen konnte, wurden die Feuerwehren Ober/- Unterferrieden, die Feuerwehr Ezelsdorf und die Feuerwehr Hersbruck mit den Wechsellader und den Abrollbehälter Atemschutz / Strahlenschutz nachalarmiert. Diese Tätigkeiten zeichneten sie als mühselig und sehr Zeit- und Kräfteintensiv heraus. Weil die eingesetzten Atemschutztrupps, die Dach- und Deckenkonstruktion mit Brechwerkzeug, Einreißhacken und Rettungssägen öffnen und im Anschluss die Brandstellen ablöschen konnten. Damit man genügend Atemschutzgeräteträger für diese Tätigkeit hatte, wurden jetzt Feuerwehren aus den Dienstbezirk 1 und 2 nachgefordert. Um das Feuer unter Kontrolle zu bekommen, wurden bis Samstagfrüh, 72 Atemschutzgeräteträger aus dem gesamten Landkreis Nürnberger Land eingesetzt. Über die Dauer des Einsatzes, wurden für die Einsatzkräfte vom BRK mit Getränken und Essen versorgt.
Gegen 06:00 Uhr am Morgen, konnten die letzten Einsatzkräfte die Einsatzstelle verlassen und am Gerätehaus die Fahrzeuge und Gerätschaften wiederherstellen. Durch die Feuerwehr Schwarzenbruck wurde die Brandwache übernommen. Diese musste in der Brandwohnung noch Glutnester ablöschen, als gegen 14:00 Uhr diese von der Feuerwehr Winkelhaid abgelöst wurden. Auch die Einsatzkräfte der Feuerwehr Winkelhaid konnten noch Glutnester vorfinden. Diese waren im Bereich des Spitzboden und schwierig zu erreichen. Auch hier mussten wieder Teile der Deckenkonstruktion mit Brechwerkzeug und Motorsäge entfernt werden. Diese arbeiten zogen sich über 3 Stunden hin. Die letzten Einheiten konnten gegen 18:00 Uhr die Einsatzstelle verlassen. Bei diesem Einsatz waren, 16 Feuerwehren und ca. 250 Einsatzkräfte beteiligt.